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Wir über uns

Im Jahr 2006 hat alles angefangen, nun schon 11 Jahre, als eingetragener Verein sind wir seit dem Jahr 2009 tätig. 

 

Wir sind selbst behinderte Menschen und kümmern uns um die Belange behinderter Menschen und Menschen mit Handicap.

 

Anfangs war es noch unsere Aufgabe behinderten Menschen das Medium Webradio, Redaktion und Sendungsgestaltung

sowie eigene Sendungen zu vermitteln.

 

Eigene Sendungen wurden realisiert und über einen Internetstream verbreitet, dies bis zum Jahr 2015.

 

Die steigenden monatlichen Kosten für GVL und GEMA haben uns dazu gezwungen (versprochene Sponsorengelder blieben aus) den eigenständigen Betrieb unseres Radio`s einzustellen aber gleichzeitig bei LAUT FM anzufragen ob wir aufgenommen werden. Unsere Aufnahme wurde bestätigt, seit dieser Zeit senden wir NonStop.

 

Selbstverständlich erstellen wir gegen eine Spende ihre Sendung und werden diese streamen auf LAUT FM, fragen sie nach. 

© 2017 Radio B-H.R. e.V.


Unsere Ansichten sind nicht jedermanns Sache, jedoch muss darüber gesprochen werden!

Engagierte Freiwillige und Behinderte Menschen helfen sich gegenseitig. 

"Ihhh wie eklig, sieh dir den an, wie der sabbert; Kind spiel nicht mit dem geistig behinderten Kind; mein Gott, was der für Ausdrücke von sich gibt; vor den Rollstuhlfahrern muss man sich in acht nehmen, mit dem Kind spielst du nicht, nachher bist du auch so"...............und mehr dummes Geschwätz, dies sind die realen Aussagen von Menschen ohne Behinderung! Ohne Behinderung? Denken diese Menschen einmal daran, dass es sie selber treffen könnte z.B. durch einen Unfall, eine Krankheit?

Niedenker/Ichdenker nennen wir so etwas! Jeder Mensch sollte sein hohes Klischee einmal überdenken, vor allem junge Familien, gerade in der Erziehung.

Behinderung ist nichts böses, nichts schlechtes, es ist eine Situation die nun mal ist, lassen es sie sich erklären, auch dafür sind wir da.


Das Finalprinzip

Nicht jemand ist behindert, weil er eine Querschnittlähmung, einen Hörschaden hat, sondern behindert ist, wer soziale Hilfen zum Abbau der Benachteiligung braucht. Nicht der ursächliche Defekt steht im Vordergrund, sondern das Ziel der Rehabilitation. Das ist eine Abkehr vom Kausalitätsprinzip der Behinderung. 

Fundamentale Kritik wurde an der Dienstleistungsökonomie geübt. Institutionalisierte Hilfssysteme schaffen durch Eigendynamik neue Bedarfslagen, sind kontraproduktiv. Jürgen Habermas (Theorie des kommunikativen Handelns, 1981) spricht von einer "Kolonialisierung des Lebenswelten durch Systemimperative". Ein System bestehe aus formal organisierten Handlungsbereichen, in denen rational-funktionales Handeln dominiert. Die Kritik erfolgte durch Betroffene und professionelle Helfer, die Bewegung der De-Institutionalisierung war die Folge.

Das "Independent Living Movement" wurde geschaffen gegen die Abhängigkeit und Kontrolle durch Fachleute, für einen autonomen Konsum von Hilfsleistungen. Der behinderte Mensch sieht sich als gleichberechtigter Kommunikationspartner, nicht als Objekt des Hilfssystems. Das Selbstbestimmt-Leben-Zentrum in Berkeley, gegründet von Ed Roberts, ehemals erster schwerbehinderter Student an der Uni Berkeley, Kalifornien, war der Ausgangspunkt. Heute gibt es ein Europäisches Netzwerk zum selbstbestimmten Leben Behinderter (ENIL) und darin nationale Sektionen.

Auch die "People First" Bewegung, gegründet 1960 in Kanada, will den Menschen in den Mittelpunkt rücken und das Selbstwertgefühl stärken. "Empowerment" ist die Voraussetzung dafür.

 

Verschiedene Formen von Planungssitzungen (life-style planning, personal future planning) wollen gemeinsam mit dem behinderten Menschen eine wünschenswerte Zukunft für den Betroffenen beschreiben, einen Plan mit den notwendigen Aktivitäten und Unterstützungen erstellen und die nötige Verantwortung den Beteiligten zuweisen. Für die schulische Integration hat sich MAPS (McGill Action Planning System) als Verfahren zum gemeinsamen Lösen von Problemen bewährt.


Egal wo man hin kommt, zu 60% ist der Behindertenparkplatz besetzt von einem PKW ohne besondere Parkerlaubnis. Sind die Zeichen nicht deutlich genug? 

Ich denke doch! 

Es ist eine Dreistheit von den Leuten, rücksichtslos gegenüber Behinderten Menschen. 

Eine kleine Geschichte:" Meine Frau und ich kamen von einem Einkauf, kein Parkplatz weit und breit, ja, sogar der Behindertenparkplatz war belegt. Wir hielten neben dem PKW, kein Ausweis und nichts, ich rief die Polizei. Wie ich mit dem Beamten sprach und ihm das Kennzeichen durchgegeben habe kam eine ausländische Mitbürgerin und pöbelte mich an warum ich jemand das Kennzeichen durchgeben würde. Darauf hin gab ich der Dame mein Handy mit dem Hinweis sie solle bevor sie anfängt weiter zu pöbeln einmal mit dem Polizisten sprechen, denn sie würde verbotener weise auf einem Behinderten Parkplatz stehen. Von pöbeln war auf einmal keine Rede mehr, der Beamte fragte mich ob ich Anzeige erstatten wolle, in diesem Fall verneinte ich dies da die Dame sich entschuldigte und weg fuhr."

Wenn euch so etwas passiert, nehmt wie ich keine Rücksicht und ruft die Polizei, auf euch nimmt man auch keine Rücksicht!

Handicap - oft nicht sichtbar

Auf ein Wort: Wenn Sie den Begriff „Behinderung" hören, fallen Ihnen bestimmt sofort

Rollstuhlfahrer ein, vielleicht noch blinde Menschen. Wer aber bringt schon

Asthmatiker oder Diabetiker, gehörlose Menschen oder psychisch behinderte

Menschen mit diesem Wort in Verbindung?

Radio B.H.R. e.V. fordert, dass alle Arten von Behinderung wahrgenommen werden.

Die behinderten brauchen Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung und

Gleichstellung statt Diskriminierung. Das gelingt auf Dauer nur, wenn die

gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen mit Behinderung gestärkt wird.

Deshalb der Radio B.H.R. e.V.-Aufruf:

Jeder muss sich bewusst werden, was es für Betroffene bedeutet, eine Behinderung zu

haben.

Radio B.H.R. e.V. beschreibt Ihnen, wie vor allem unsichtbare Behinderungen die

Integration dieser Menschen erschweren, und welche Hindernisse wir dabei

gemeinsam überwinden müssen.

Handicap – oft nicht sichtbar Es gibt Behinderungen, die deutlich sichtbar sind. In

erster Linie zählen dazu die körperlichen Behinderungen.

Radio B.H.R. e.V. sagt Ihnen:

Das ist nur die eine Seite der Wahrheit. Viele Behinderungen lassen sich auf den

ersten Blick nicht als solche erkennen. Dazu gehören insbesondere Gehörlosigkeit,

psychische Erkrankungen oder chronische Krankheiten. Ein ernstes Kapitel, das sich

nur durch Ihre Aufmerksamkeit erhellen lässt.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hängen die meisten Behinderungen mit

Funktionseinschränkungen innerer Organe, der Wirbelsäule und der Gliedmaßen

zusammen.

Die Arten der Behinderung, aufgeteilt nach den wesentlichen Gruppen:

Beeinträchtigung der Funktion von inneren Organen beziehungsweise Organsystemen

= 26,1 %; geistig-seelische Behinderungen = 14,9 %; Funktionseinschränkungen der

Gliedmaßen = 14 %; Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule und des Rumpfes

sowie Deformierung des Brustkorbs = 13 %; Blindheit, Sehbehinderung = 5 %;

Sprachstörungen, Taubheit, Schwerhörigkeit = 3,8 %; „Sonstige Behinderungen" =

23,2 %.